Ratgeber Stillen und Füttern mit Fäschchen

Zwei Mamas: eine stillt ihr Baby unter einem Mulltuch und die andere füttert Ihr Baby mit der Mam Babyflasche

Muttermilch - Ein Wunder der Natur

In den ersten Lebensmonaten ist Muttermilch immer noch die beste Nahrung für Ihr Baby. Aber Stillen ist noch viel mehr... es stärkt auf besonders intensive Weise die Bindung zwischen Mutter und Kind ist immer noch die beste Rückbildung nach der Schwangerschaft. Zudem wirkt das Stillhormon Prolaktin nachweislich bei einer postnatalen Depression. Muttermilch enthält immer genau den Nährstoffmix, den Ihr Baby in der jeweiligen Entwicklungsphase benötigt. In den ersten Tagen nach der Geburt fließt die leicht gelbliche Vormilch, Kolostrum genannt. Sie ist besonders reich an Vitaminen, Eiweiß, mehrfach ungesättigten Fettsäuren und Antikörpern. So hat Ihr Baby in den ersten Lebensmonaten eine Art Grundimmunisieren. Verschiedene Indizien sprechen dafür, dass Muttermilch das kindliche Immunsystem beschleunigt. Spätestens ab dem vierten Tag gibt es den sogenannten Milcheinschuss. Die Zusammensetzung der Muttermilch verändert sich und sie wird in wesentlich größerer Menge produziert. Dies kann unter Umständen etwas unangenehm sein. Die Übergangsmilch ist im Gegensatz zur Vormilch cremig-sahnig. Erst gegen Ende der zweiten Lebenswoche ändern sich die Zusammensetzung sowie die Farbe der Milch nochmals. Jetzt wird die reife Muttermilch gebildet.

Ernährung während der Stillzeit

Werden in den ersten Tagen nach der Geburt nur etwa 50 ml Muttermilch produziert sind es ab ca. dem dritten Monat bis zu einem Liter Muttermilch. Dies bedeutet einen zusätzlichen Energiebedarf von ungefähr 700 kcal. Stillende Mütter sollten daher nicht kalorienreduziert essen. Während der Stillzeit schmelzen überflüssige Pfunde meist regelrecht dahin. Um die Reserven schnell wieder aufzufüllen ist eine ausgewogene, abwechslungsreiche und vitaminreiche Ernährung wichtig. Hierzu gehört viel frisches Obst und Gemüse, Reis, Kartoffeln und Nudeln. Aber auch rotes Fleisch als Eisenlieferant und Seefische als Jodquelle sollten auf dem Speiseplan stehen.

So klappt es mit dem Stillen

Nehmen Sie sich Zeit zum Stillen und sorgen Sie für Ruhe und Geborgenheit. Stress kann sich negativ auf die Milchproduktion auswirken. Ein Stillkissen kann hier helfen eine bequeme und vor allem rückenschonende Position zu finden. Während Sie wunde Brustwarzen Sie mit Muttermilch oder speziellen Salben behandeln können, hilft ein Brustwarzenschutz bei Schmerzen während des Stillens. Hat sich die Brust entzündet kommen Quarkwickel oder kühlende Brustkompressen zum Einsatz. Wünschen Sie sich mehr Unabhängigkeit, weil Sie beispielsweise Sie früh in den Job zurückkehren müssen, ist eine Milchpumpe die perfekte Lösung. So können auch Väter das Füttern des Babys übernehmen. Dank ausgeklügelter Milchaufbewahrungssysteme wird die Muttermilch bis zur nächsten Mahlzeit hygienisch und sicher aufbewahrt.

Füttern mit Fläschchen

Muttermilch ist ohne Frage das Beste für ein Baby, doch manchmal will es mit dem Stillen einfach nicht klappen oder man entscheidet sich ganz bewusst für eine Ernährung mit dem Fläschchen. Nicht gestillte Babys sollten im ersten Lebensjahr industriell hergestellte Babymilchnahrung bekommen. So erhalten Sie alle wichtigen Nährstoffe, die sie für eine gesunde Entwicklung brauchen. In Deutschland genügen alle erhältlichen Produkteden strengen Richtlinien, die für die Herstellung von Babymilchnahrung gelten. Diese garantieren eine schadstofffreie Babynahrung mit der richtigen Zusammensetzung an Nährstoffen. Für Neugeborene wird eine ausschließliche Ernährung mit einer Pre-Nahrung empfohlen. Die Zusammensetzung der Pre-Nahrung ist der der Muttermilch nachempfunden.
Sollte Ihr Baby nach einigen Wochen mit der Pre-Nahrung nicht mehr satt werden, können Sie auf die 1er Milch umsteigen. Sie enthält unter anderem neben Milchzucker auch noch weitere Kohlenhydrate. Ab dem 6. Monat, dem Beginn des Beikostalters, ist es Zeit für die 2er Milch. Ab einem Alter von einem Jahr kann Ihr Kind, solange es keine Allergien oder Unverträglichkeiten hat, auch normale Kuhmilch trinken.
Hat Ihr Kind ein erhöhtes Allergierisiko, z.B. wenn beide Elternteile bereits unter Allergien leiden, ist es ratsam Ihr Kind mit einer hypoallergenen Milch zu füttern. Mittlerweile gibt es Spezialmilch für die unterschiedlichsten Bedürfnisse, wie z.B. eine Anti Reflux Milch oder eine Frühchenmilch.

Auch für das Füttern mit dem Fläschchen sollte, ähnlich wie das Stillen, ein inniger Moment sein. Suchen Sie sich hierfür einen gemütlichen, ruhigen Ort und halten Sie Blickkontakt mit Ihrem Baby. Ob Stillen und Füttern mit dem Fläschchen, bei kinnings.de finden Sie eine große Auswahl an Stillkissen, Milchpumpen, Fläschchen, Saugern und vieles mehr.