Ratgeber Babypflege

Drei Babys, die gewickelt, gebadet und gestillt werden

Wichtig: Die Nabelpflege

Nicht nur dass ein Neugeborenes sowieso schon sehr zart ist und zerbrechlich wirkt, am Nabel scheint ein Baby besonders verletzlich zu sein. Damit der Heilungsprozess gut verläuft, ist es wichtig den Nabel gut zu pflegen. Direkt nach der Geburt wird der Nabel mit einer Klemme abgeklemmt um ein Nachbluten zu verhindern. Bis zu 14 Tagen kann es dauern bis dann der Nabel abgeheilt ist und abfällt. Beachten Sie bitte, dass bei Nabelpflege „Weniger ist mehr“ gilt. Wichtig ist zudem den Nabel trocken und sauber zu halten. Sollte der Nabel schmieren und es tritt Wundsekret aus kann es zu einer Entzündung kommen. Bitte waschen Sie sich die Hände bevor Sie mit der Nabelreinigung beginnen. Befeuchten Sie ein steriles Wattestäbchen oder eine sterile Mullkompresse mit einer 0,9% Kochsalzlösung und säubern ganz vorsichtig den Nabelansatz. Nun können Sie entweder den Nabel trocken halten indem Sie ihn mit einer Kompresse verbinden oder Sie lassen ihn offen abheilen. Hierfür schlagen Sie den Rand der Windel vorne um, damit Luft an den Nabel gelangen, der Windelrand nicht am Nabel scheuern und auch kein Urin an den Nabel gelangen kann. Nach dem Abfallen kann der Nabel noch ein bisschen schmieren. Dies ist in den meisten Fällen harmlos. Bei Anzeichen einer Entzündung, also wenn die Haut um den Nabel entzündet ist oder der Nabel gar eitert oder blutet, sollten Sie mit Ihrem Baby umgehend zum Arzt gehen. Erst wenn der Nabel abgefallen und abgeheilt ist, sollten Sie Ihr Baby das erste Mal baden. Bis dahin reicht die Katzenwäsche.

Babys erster Badespaß

Das erste richtige Bad ist sowohl für Babys und Eltern gleichermaßen aufregend. Meist lieben es Babys zu baden, da das warme Wasser an die geborgene Zeit im Bauch erinnert. Für das Babybad eignen sich Babybadewanne oder ein Baby Badeeimer. Hier ist der Standort flexibel. Bis zu einem Alter von etwa sechs Monaten können Sie Ihr Baby aber auch ganz unkompliziert im Waschbecken baden. Vor dem Baden sollten Sie sich einen Waschlappen, ein Badethermometer, ein Handtuch, eine Windel sowie eine Strampler bereitlegen. Während das Wasser eine Temperatur von 37 Grad haben sollte reicht eine Raumtemperatur von ca. 25 Grad. Dem Badewasser können Sie rückfettende Substanzen hinzufügen, wie z.B. Jojobaöl oder Mandelöl. Klares Wasser ist aber auch vollkommen ausreichend.

Damit Ihnen das Baby beim Baden nicht wegrutscht kommt es auf den richtigen Griff an. Wenn Sie Rechtshänder sind, legen Sie Ihren linken Arm (Beim Linkshänder den rechten) unter den Schulterbereich des Babys, sodass Sie die Achsel und den linken Oberarm Ihres Kindes gut im Griff haben. Nun liegt das Köpfchen sicher in Ihrem Oberarm. Dann fassen Sie mit der rechten Hand unter den Babypopo und lassen zuerst die Füßchen ins Wasser gleiten. Anschließend lassen Sie den Po vorsichtig los. Nun kann der Badespaß beginnen. Sie können aber auch, wenn Sie sich unsicher fühlen, einen Wanneneinsatz verwenden. Mit der freien Hand waschen Sie nun behutsam Ihr Baby von oben nach unten – also erst das Köpfchen und zum Schluss dann den Po. Um die zarte Babyhaut nicht zu reizen sollte das Bad zehn Minuten nicht überschreiten. Anschließend kuscheln Sie Ihr Kind in ein Handtuch und trocknen es sorgfältig ab, besonders und in den kleinen Speckfältchen, hinter den Ohren, am Nabel  und zwischen den Zehen. Zum Schluss wird Ihr Baby, verbunden mit einer behutsamen Massage, mit einer Babylotion eingecremt.

Richtig gewickelt

6000 Mal in etwa wird ein Baby gewickelt, bis es sauber ist. Da zarte Babyhaut dünner ist als die Haut von Erwachsenen ist, braucht sie besonders gute Pflege. Zudem fehlt  der Babyhaut noch der natürliche Säureschutzmantel. Bei Babys liegt der pH-Wert im neutralen von Bereich 7 und nicht wie bei Erwachsenen im sauren Bereich von etwa 5,5. In der Windel herrscht ein regelrechtes „Treibhausklima“. Es gelangt so gut wie kein Sauerstoff an die Haut - Stuhl und Urin tun ihr übriges und reizen so die empfindliche Haut Ihres Babys zusätzlich. Irgendwann leidet fast jedes Kind an einer Windeldermatitis. Die gereizte Haut im Windelbereich  brennt, juckt und kann auch schmerzen. Jetzt ist es wichtig dafür zu sorgen, den Ausschlag so rasch wie möglich wieder in den Griff zu bekommen, da die Haut nun anfällig ist für Infektionen und Pilze.

Zunächst sollten Sie Ihr Kind häufiger wickeln und es, so oft es geht, unten ohne in einem warmen Raum strampeln lassen. Achten Sie auf eine besonders sanfte Reinigung. Klares Wasser und ein pflegendes Öl sind hier die beste Wahl. Um Babys  Haut vor weiterer Reizung zu schützen und den Heilungsprozess zu fördern empfehlen viele Kinderärzte eine zinkhaltige Salbe. Sollte es doch einmal zu einer Windeldermatits kommen und lässt sich diese nicht mit häufigem Wickeln und speziellen Salben in den Griff bekommen ist ein Besuch beim Kinderarzt ratsam.
Nicht selten reagieren Babys bei der Einführung von Beikost auf bestimmte Zutaten oder bei säurehaltigen Nahrungsmitteln mit einem roten Popo. Am besten lässt man dann zunächst die "verdächtigen" Lebensmittel weg. Aus Angst vor einem wunden Po sollte man bei Beikost und der Einführung der Familienkost aber auch nicht zu vorsichtig sein.  Ernährungswissenschaftler sind sich sicher, dass Babys mit einem abwechslungsreichen Speiseplan sich zu besseren Essern entwickeln und der Übergang zu einem gesunden Familienessen leichter.