Baden nicht vor der sechsten Woche

Die zarte Haut eines Neugeborenen ist in den ersten Wochen nach der Geburt extrem empfindlich. Deshalb sollten Eltern sich auch mit dem ersten Bad Zeit lassen. Am Anfang reicht eine „Katzenwäsche“ mit dem Waschlappen völlig aus. Erst nach der sechsten Woche und wenn der Nabel komplett verheilt ist, sollte das erste Bad stattfinden. Die meisten Babys lieben es, gebadet zu werden. Die Temperatur sollte 37 Grad betragen. Benützen Sie bitte immer ein Badethermometer. Auf Badezusätze sollte bei Neugeborenen verzichtet werden. Denn Babyhaut trocknet extrem schnell aus weil ihr nach der Geburt der schützende Fettfilm fehlt. Damit die Eltern beim Baden die Hände frei haben, ist für Neugeborene am Anfang ein  Badewannensitz ideal.  Hebammen empfehlen häufig auch einen Badeeimer. Darin fühlt sich das Baby geborgen, weil es automatisch die ihm vertraute Embryonalstellung einnimmt. Beim Abtrocknen auch die Feuchtigkeit in den Hautfalten (Achseln, Leiste, Finger, Zehen) nicht vergessen, da sich dort sonst Entzündungen bilden können. Babypflegeprodukte am Anfang sparsam einsetzen – und sie sollten immer dermatologisch getestet sein!

So klappt das Stillen

In den ersten Lebensmonaten ist Muttermilch die beste Nahrung für ein Baby. Sie enthält alle wichtigen Vitamine und Nährstoffe, die für die Entwicklung des Kindes und ein gutes Immunsystem wichtig sind. Stillende Mütter benötigen täglich ca. 500 bis 600 Kalorien mehr als vor der Geburt, also bitte auf keinen Fall gleich nach der Entbindung kalorienreduziert essen, um überflüssige Pfunde los zu werden. Essen Sie viel Obst und Gemüse, verzichten Sie auf zu Fettes und zu viel Süßes, auf Knoblauch und extrem scharfes Essen. Nehmen Sie sich Zeit zum Stillen und sorgen Sie für Ruhe und Geborgenheit – ein Stillkissen kann helfen, eine bequeme und rückenschonende Position zu finden. Wenn Sich die Brust entzündet in den ersten Wochen des Stillens, können ein Brustwarzenschutz und kühlende Brustkompressen helfen. Eine Milchpumpe sorgt für mehr Unabhängigkeit von stillenden Müttern im Alltag – sie müssen nicht alle paar Stunden verfügbar sein, auch Väter oder Großeltern können so das Füttern problemlos übernehmen.

Füttern mit Fläschchen

Viele Mütter entscheiden Sich bewusst von Anfang an für das Füttern mit Fläschchen. Achten Sie vor allem auf die richtige Größe, die optimale Form und die passende Lochgröße der Fläschchenaufsätze. Das Trinken aus der Flasche ist für Babys weniger anstrengend als an der Brust, darum ist es wichtig, dass nicht zu viel Milch aus der Öffnung kommt und das Baby auch beim Trinken aus der Flasche richtig saugen muss. Sonst trinkt es zu hastig und verschluckt sich leicht. Damit das Baby nicht zu viel Luft schluckt beim Trinken, bitte die Flasche immer leicht schräg halten und darauf achten, dass genügend Milch im Sauger ist. Das Füttern mit dem Fläschchen sollte ein ähnlich inniger Moment sein wie das Stillen – suchen Sie sich immer einen bequemen, ruhigen Ort und sorgen Sie für Nähe und Blickkontakt mit dem Baby.